Waldkapelle

Am Sonntag, dem 22. Mai 1910 wurde die Waldkapelle in Hessenwinkel eingeweiht. Sie wurde weitgehend inklusive der Glocken aus Spenden der damaligen Hessenwinkler Bürger nach dem Entwurf der Architekten Peter Jürgensen und Jürgen Bachmann gebaut, die ebenfalls die Pläne für das Schöneberger Rathaus und die WaldkapelleTaborkirche in Wilhelmshagen entworfen haben. Über dem Portal der Kirchentür stand damals der sogenannte Heilandsruf Jesu als Einladung für alle Besucher: "Kommt her zu mir, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken ".

Das fünfzigjährige Jubiläum wurde mit Gästen und großer Beteiligung aus der Gemeinde würdig gefeiert. Doch die Waldkapelle war nur eine der vier Kirchen, die zur Kirchengemeinde Rahnsdorf gehörten. Daneben gab und gibt es noch die Dorfkirche und das Wichernheim in Rahnsdorf sowie die Taborkirche in Wilhelmshagen. So geschah es, daß für die Instandhaltung der Waldkapelle aus finanziellen Gründen jahrzehntelang nichts getan werden konnte, so dass die Kapelle mehr und mehr verfiel, bis ihre Nutzung unmöglich war.
Die Türen der Kapelle zum anklopfenden Christus blieben verschlossen.

Schließlich fasste der Gemeindekirchenrat den Beschluss, die Waldkapelle aufzugeben und nicht mehr in sie zu investieren. In Anbetracht der vielen Gebäude und der finanziellen Lage der Gemeinde war dieser Beschluss sinnvoll. Dennoch ist die Kapelle gerettet worden. Der Landeskonservator und Mitglied der Gemeinde, Professor Engel, gab den Anstoß, die Kapelle mit Hilfe eines ungewöhnliches Finanzierungskonzeptes zu sanieren.

Weitere informationen finden Sie auf den Seiten des Freundeskreis: Freundeskreis der Waldkapelle Berlin-Hessenwinkel e.V.
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